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Kinder unterwegs: Finanzielle Vorbereitung für Eltern

Kathleen Altmann
Kathleen Altmann

Ob Klassenfahrt oder Sprachreise: Für viele Kinder sind Reisen ohne die Eltern heute selbstverständlich. Dabei stellen sich für die Eltern wichtige finanzielle Fragen. Wie viel Geld braucht Ihr Kind auf der Reise? Welche Karte eignet sich für Kinder zum Geldabheben und Bezahlen? Wie behalten Sie als Eltern das Budget im Blick?

Bevor es losgeht, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind klären, welche Ausgaben während der Reise anfallen können, zum Beispiel für Verpflegung, Eintrittsgelder oder kleine Mitbringsel. Wenn Sie mit Ihrem Kind ein klares Budget vereinbaren, gibt das ihm Orientierung und hilft ihm, bewusste Entscheidungen zu treffen.

Optimales Reiseportemonnaie: Bargeld und Karte kombinieren

Auf Reisen ist es oft unpraktisch, ausschließlich auf Bargeld zu setzen, zumal es leicht verloren gehen kann. Gleichzeitig ist bargeldloses Bezahlen nicht überall möglich. Daher hat sich eine Kombination aus Bargeld und Karte bewährt. So steht Ihrem Kind ein begrenzter Bargeldbetrag für kleinere Ausgaben zur Verfügung und eine Debit- oder Kreditkarte auf Guthabenbasis für größere oder spontane Zahlungen.

Debit- oder Kreditkarte für das Kinderkonto

Mit einer Debit- oder Kreditkarte ermöglichen Sie Ihrem Kind einen deutlich größeren finanziellen Spielraum. Bei den meisten Banken können Sie ein sogenanntes Minderjährigenkonto, auch Kinderkonto genannt, eröffnen. Dieses Konto läuft grundsätzlich auf Guthabenbasis. Dabei wird häufig eine Debitkarte, wie die girocard, ausgegeben. Überziehungen des Kontos sind auf Kinderkonten nicht erlaubt. Das bedeutet, Ihr Kind kann nur so viel Bargeld abheben, wie tatsächlich auf dem Konto verfügbar ist.

Ein solches Konto kann ein Kind selbstverständlich nicht allein eröffnen. Hierfür ist Ihre Zustimmung als gesetzliche Vertreter erforderlich. Der Schutz Minderjähriger hat eine hohe Priorität. Deshalb darf das Konto nur im vom Gesetzgeber und den gesetzlichen Vertretern bestimmten Rahmen vom Kind selbst genutzt werden. Als Eltern können Sie nicht nur das monatliche Taschengeld, sondern auch einen Zuschuss für die Reise Ihres Kindes auf das Konto überweisen.

Prepaid-Kreditkarte: eine kontrollierte Zwischenlösung

Eine weitere Möglichkeit, Ihr Kind auf Reisen zu unterstützen sind Prepaid-Kreditkarten. Sie funktionieren beim Bezahlen wie klassische Kreditkarten, jedoch mit einem wichtigen Unterschied: Sie verfügen über keinen Kreditrahmen. Ihr Kind kann also nur das zuvor aufgeladene Guthaben ausgeben. Ist dieses aufgebraucht, sind keine weiteren Zahlungen möglich. Somit besteht kein Risiko, mehr auszugeben, als aufgeladen wurde.

Solche Karten sind inzwischen auch als virtuelle Karten erhältlich. Sie sind speziell für digitale Zahlungen konzipiert, benötigen keine physische Karte und eignen sich daher besonders für Online-Buchungen oder Zahlungen unterwegs.

Notfallversorgung: Geld schnell verfügbar machen

Auf Reisen kann sich die Situation jederzeit ändern. Wenn Ihrem Kind unerwartete Kosten entstehen, können Sie ihm jederzeit in Echtzeit Geld auf sein Konto oder seine Prepaid-Kreditkarte überweisen.

Falls doch einmal eine Karte oder das Handy mit der digitalen Karte verloren gehen sollte, ist es wichtig, dass Sie vor der Reise mit Ihrem Kind besprechen, wie es im Notfall reagieren soll. Absprachen geben beiden Seiten Sicherheit. Notieren Sie gemeinsam die Sperrnummern und sichern Sie wichtige Dokumente digital.

So behalten Sie die Kontrolle

Um als Eltern stets den Überblick über die Zahlungen Ihres Kindes zu behalten, sollten Sie die Push-Nachrichten Ihrer Banking-App einschalten. So sind alle Zahlungen Ihres Kindes transparent, ohne dass Sie nachfragen müssen.

Kathleen Altmann

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Pressesprecherin

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