Die Banken in Deutschland auf einen Blick
Banken sind das Herz-Kreislauf-System der Wirtschaft
Banken tragen dazu bei, dass Kapital dort zur Verfügung steht, wo es gebraucht wird. Banken sind Treiber von Investitionen, Innovationen und Fortschritt. Ob es sich um Unternehmen, Vereine oder öffentliche Kunden handelt, um Arbeitnehmer, Rentner, Selbstständige oder um Studierende: Banken stehen ihren Kundinnen und Kunden zur Seite und helfen ihnen, ihre finanziellen Ziele zu erreichen.
Damit leisten Banken einen wesentlichen Beitrag zu Wirtschaftswachstum und Beschäftigung. Darüber hinaus spielen sie eine wichtige Rolle bei Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft in Richtung Resilienz und Nachhaltigkeit. Der Investitions-bedarf hierfür ist enorm. Dies kann nur mit Hilfe eines leistungs- sowie wettbewerbsfähigen Bankensektors finanziert werden.
Banken sind Wertschöpfer und Arbeitgeber:
- 88 Milliarden Euro beträgt die Bruttowertschöpfung, also der geschaffene Mehrwert des Bankensektors in Deutschland.
- Mehr als 540.000 Beschäftigte arbeiten in der deutschen Kreditwirtschaft.
Banken finanzieren die Wirtschaft:
- Banken unterstützen Unternehmen in Deutschland mit Krediten in Höhe von 1,1 Billionen Euro.
- Über 78 Prozent der Fremdfinanzierung von Unternehmen entfallen auf Bankkredite.
- Fast 90 Prozent des deutschen Exportgeschäfts werden von privaten Banken begleitet.
- Mehr als 10.000 Start-ups werden von den drei größten Privatbanken begleitet.
Banken öffnen die Tür zum Kapitalmarkt
- 324 Mrd. Euro Unternehmensanleihen haben Unternehmen in Deutschland mit Unterstützung von Banken emittiert.
- 2,5 Bio. Euro Marktkapitalisierung (Aktien) beträgt der Börsenwert von Unternehmen an deutschen Börsen – begleitet durch private Banken.
- 30,7 Mio. Wertpapierdepots haben private Haushalte bei privaten Banken.
- 2,8 Bio. Euro Wertpapiervolumen halten Kundinnen und Kunden in Depots bei Banken.
Banken begleiten uns jeden Tag
Ohne dass es uns immer bewusst ist, spielen Banken in unserem Alltag eine wichtige Rolle. Täglich nutzen wir die Dienstleistungen einer Bank: beim Einkauf im Supermarkt, beim Bezahlen im Restaurant, beim Online-Shoppen oder bei der Urlaubsbuchung. Mit dem Smartphone haben viele ihre „Bank in der Hosentasche“ immer dabei. Durchschnittlich bis zu achtmal täglich öffnen Kunden die Banking-App oder loggen sich im Onlinebanking ein. 84 Prozent erledigen die Bankgeschäfte inzwischen überwiegend online. Alle diese für uns alltäglich und selbstverständlich gewordenen Aktivitäten basieren am Ende auf einem Bankkonto und erfordern ein leistungsfähiges, sicheres und komfortables Zahlungssystem.
Banken beraten ihre Kundinnen und Kunden auch bei der Vermögensbildung. Sie finanzieren den Kauf einer Immobilie und ermöglichen den Zugang zum Kapitalmarkt, der ein wichtiger Baustein für die Altersvorsorge und den Vermögensaufbau ist. Im europäischen Vergleich sind die Kosten für alltägliche Bankgeschäfte in Deutschland deutlich geringer als in vielen anderen Mitgliedstaaten. Dabei bietet die Einlagensicherung in Deutschland mit ihrem doppelten Schutz aus gesetzlicher Sicherung (100.000 Euro pro Kunde und Bank) und freiwilliger Sicherung (mind. 750.000 Euro bis zu 5 Mio. EUR für Privatkunden) ein weltweit einzigartiges Sicherheitsnetz der privaten Banken.
Banken sind Dienstleister rund um das Konto und Bezahlen:
- 110 Millionen Girokonten gibt es in Deutschland.
- 7,6 Milliarden Überweisungen werden jährlich ausgeführt.
- 196 Millionen Bankkarten sind in Deutschland im Umlauf.
- 36 Millionen Mal und mehr wird jeden Tag in Deutschland mit einer Karte gezahlt.
- 50.000 Geldautomaten gibt es in Deutschland.
- 3,7 Millionen Mal wird jeden Tag Bargeld an einem Geldautomaten in Deutschland abgehoben.
Banken unterstützen beim Vermögensaufbau:
- 1,3 Billionen Euro sind als Wohnungsbaukredite an Privathaushalte vergeben.
- 14,1 Millionen Aktionäre gibt es in Deutschland.
Banken sind Teil der Gesellschaft
Banken sind nicht nur wichtiger Partner ihrer Kunden, sondern schaffen auch einen gesellschaftlichen Mehrwert. Zum Beispiel, indem sie Stiftungen und andere gemeinnützige Organisationen in ihrer wichtigen Arbeit unterstützen. Zudem fördern viele Banken die finanzielle Bildung in Deutschland mit eigenen Projekten oder engagieren sich in gemeinnützigen oder karitativen Bereichen.
- 49 Prozent ihrer Einnahmen erzielen Stiftungen aus Vermögensanlagen, die meist von Banken verwaltet werden.
- Banken engagieren sich in Deutschland auf vielen Feldern für die Gesellschaft, unter anderem bei der finanziellen Bildung durch ein Angebot zahlreicher Bildungsmaterialien oder Workshops für Lehrende..
Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank-Statistik, Europäische Zentralbank (EZB), Deutsches Aktieninstitut (DAI), AGV Banken, Gutachten des Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).
Banken in Deutschland, Stand Juli 2026
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Dr. Hendrik Hartenstein
Leiter Unternehmensfinanzierung
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