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WhatsApp- und SMS-Betrug mit dem „Hallo Mama“-Trick

Kathleen Altmann
Kathleen Altmann

„Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Handynummer. Die kannst du dir einspeichern! Schickst du mir eine Nachricht auf WhatsApp? Vielen Dank!“ Auch hinter einer solch scheinbar harmlosen Nachricht könnte ein Betrugsversuch stecken. Und tatsächlich versuchen Kriminelle seit einiger Zeit mit dieser Masche ahnungslose Eltern um ihr Geld zu bringen. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen können Sie sich schützen!

Vertrauen ist gut, Misstrauen manchmal besser

Das Fatale an dem Trick: Auch wenn die Telefonnummer des Absenders der Nachricht unbekannt ist, wirkt diese Art der Kontaktaufnahme für viele Eltern vertrauenerweckend. Schließlich klingt die Geschichte mit der neuen Handynummer plausibel. Und folgen Sie der Aufforderung ungeprüft und speichern Sie die Handynummer ab, wird der Absender anfangs weitere harmlose Nachrichten mit Ihnen austauschen. So soll das Vertrauen noch gestärkt werden, dass es sich tatsächlich um Ihr Kind handelt. Früher oder später wird Ihnen jedoch eine finanzielle Notlage vorgetäuscht und die „Tochter“ oder der „Sohn“ bittet Sie um Unterstützung mit einer Überweisung. 

Als Grund wird beispielsweise angeführt, dass das vermeintliche Kind aufgrund des defekten Handys nicht ins Onlinebanking gelangen könne, aber dringend eine Überweisung vornehmen muss. Sie werden gebeten, „ausnahmsweise“ einzuspringen und die Zahlung zu veranlassen. Die Überweisungsdaten werden Ihnen im Anschluss mitgeteilt. 

Dieser Trick ist schwer sofort zu durchschauen, weil die erfundenen Geschichten oft realistisch und nachvollziehbar sind. Überweisen Sie den gewünschten Betrag, landet der letztlich auf dem Konto der Kriminellen. Und ist die Überweisung einmal in Auftrag gegeben, lässt sie sich nicht wieder zurückholen. Das Geld ist verloren.

So können Sie sich schützen

  • Seien Sie grundsätzlich misstrauisch, wenn Sie mit unbekannten Nummern auf WhatsApp oder per SMS kontaktiert werden. 
  • Rufen Sie Ihr Kind unter der Ihnen bekannten „alten“ Telefonnummer an und sprechen Sie persönlich mit ihm.
  • Überweisen Sie niemals Geld, wenn Sie nicht absolut sicher sind, dass es sich tatsächlich um Ihr Kind handelt, das um Unterstützung bittet. 
  • Blockieren Sie die Nummer des Kriminellen, wenn sie den Trick durchschaut haben. So erhalten Sie keine weiteren Nachrichten.
  • Informieren Sie die Polizei, wenn sich Ihr Verdacht auf einen Betrug erhärtet. 
  • Achten Sie generell darauf, sparsam mit Ihren Daten im Internet umzugehen. Geben Sie Ihre Telefonnummer nur an, wenn es notwendig ist.
Kathleen Altmann

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Pressesprecherin

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