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Bankenverband fordert mehr Tempo für Europas Wettbewerbsfähigkeit

Thomas Schlüter
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Juliane Weiß
Juliane Weiß
Europaflaggen im Europaviertel in Brüssel

Anlässlich des informellen EU-Leaders Retreats am kommenden Donnerstag fordert der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Heiner Herkenhoff, konkrete Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit. Europa stehe vor einem entscheidenden Jahrzehnt, in dem Wachstum und Investitionen nur mit einem leistungsfähigen Finanzsektor gelingen könnten.

„Europa weiß, was auf dem Spiel steht. Jetzt müssen politische Ankündigungen zügig in konkrete Reformen umgesetzt werden“, sagte Herkenhoff. Nach Berechnungen der Europäischen Zentralbank sind bis 2031 Investitionen von mehr als fünf Billionen Euro erforderlich. Angesichts dessen sei ein wettbewerbsfähiger Bankensektor unverzichtbar. „Effiziente Rahmenbedingungen sind notwendig, damit Banken im Zusammenspiel mit Staat und Kapitalmärkten ihren Beitrag zur Finanzierung der erforderlichen Investitionen in Verteidigung, Infrastruktur, Digitalisierung und Transformation leisten können.“

Herkenhoff spricht sich insbesondere für eine effizientere Regulierung und einen verantwortungsvollen Rückbau unnötiger Belastungen aus. „Stabilität bleibt zentral, aber Regulierung darf nicht zum Standortnachteil werden“, betonte er. Während andere Finanzplätze wie die USA und UK ihre Attraktivität gezielt verbessern, drohe Europa ins Hintertreffen zu geraten. Entscheidend seien zudem Fortschritte bei der Kapitalmarktunion und eine vertiefte Integration des europäischen Binnenmarkts.

Bei dem Treffen, zu dem der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, eingeladen hat, beraten die Staats- und Regierungschefs über Wege zur Stärkung des Binnenmarkts und zur Verbesserung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der EU. Aus Sicht des Bankenverbands kommt dem Finanzsektor dabei eine Schlüsselrolle zu.

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Thomas Schlüter

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Bereichsleiter Kommunikation

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Juliane Weiß

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Pressesprecherin

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