Presseinformation

Open Finance Framework: Deutsche Kreditwirtschaft fordert besseren Zugang zu Daten

Thomas Schlüter
Thomas Schlüter
  • Einheitlicher Rahmen kann digitale Souveränität der EU stärken
  • Gleiche Regeln für alle Branchen notwendig
  • Verbraucher und Unternehmen profitieren

Die Europäische Kommission hat ihre Beratungen für ein offenes Finanzwesen und einen Datenaustausch im Finanzsektor, einem Open Finance Framework, begonnen. Die deutschen Banken und Sparkassen unterstützen das Ziel der Europäischen Kommission, die Chancen, die sich mit der Nutzung von Daten bieten, für europäische Verbraucher und Unternehmen zu verbessern.

Nach Ansicht der Deutschen Kreditwirtschaft würde ein besserer und sicherer Zugang zu Daten erhebliche Vorteile für alle Beteiligten bringen. Produkte und Dienstleistungen könnten so individuell auf Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden. Dabei darf sich die Regelung aber nicht allein auf Finanzdaten beschränken, denn diese spiegeln nicht allein die finanziellen Belange der Verbraucher wieder. Daten von Energieversorgern, Mobilitätsanbietern, dem Handel oder der Industrie würden helfen, um Kunden einen deutlichen Mehrwert zu bieten. 

Geeignete Rahmenbedingungen, die den Austausch von Daten in der gesamten Wirtschaft erleichtern, sind daher notwendig. Dabei liegt die Kontrolle über diese Daten selbstverständlich beim Verbraucher. Seine digitale Selbstbestimmung wird geschützt, indem er seine Angaben selbst verwaltet und Zugriffe erlaubt. Die deutschen Banken und Sparkassen plädieren daher in einem neuen Positionspapier dafür, keine neue Regulierung über den Datenzugang allein für den Finanzsektor als Datenlieferanten vorzusehen. Stattdessen sollte ein übergreifender Rahmen für alle betroffenen Branchen geschaffen werden. Im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft geht es darum, Datenzugriffsrechte branchenübergreifend in gleicher Weise zu verankern.

Thomas Schlüter

Kontakt

Thomas Schlüter

Bereichsleiter Kommunikation

Das könnte Sie auch interessieren

Presseinformation

Private Altersvorsorge

Frühstartrente schafft zusammen mit der Altersvorsorgereform einen besseren Zugang zur kapitalgedeckten Vorsorge aller Altersklassen, jedoch mit Verbesserungsbedarf

Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) hat heute ihre Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums der Finanzen für ein Gesetz zur Einführung einer Frühstartrente veröffentlicht. Darin begrüßt sie das Vorhaben ausdrücklich. Die Frühstartrente ergänzt das geplante Altersvorsorgedepot um ein Angebot für Kinder und Jugendliche und erleichtert den Einstieg in die kapitalgedeckte Altersvorsorge.

Presseinformation

Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Bankensektors

EU-Kommission setzt richtige Schwerpunkte, bleibt aber bei der Umsetzung zu vage

Die Europäische Kommission hat heute ihre Mitteilung zur Wettbewerbsfähigkeit des Bankensektors und des Binnenmarktes im Bankwesen veröffentlicht. Darin stellt sie die aus ihrer Sicht wesentlichen Handlungsfelder und Vorhaben für ein zukunftsorientiertes europäisches Bankensystem vor. Im ersten Quartal 2027 will die Europäische Kommission auf Grundlage ihrer Mitteilung legislative Vorschläge vorlegen.

Presseinformation

giroAPI erweitert Payment-Scheme um Standard für vorabautorisierte variable Zahlungen

Das Open-Finance-Scheme giroAPI erweitert sein Payment-Angebot um die neue Funktion „Zahlungen aus autorisiertem Budget“. Damit können Kundinnen und Kunden einem Zahlungsempfänger ein vorab festgelegtes, wiederkehrendes Budget zur Verfügung stellen, innerhalb dessen Zahlungen ohne erneute Einzelautorisierung ausgelöst werden können.