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Herkenhoff: EZB wartet zurecht ab

Kerstin Altendorf
Dr. Kerstin Altendorf

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen auf ihrer heutigen Sitzung unverändert gelassen. „Die Währungshüter zeigen Besonnenheit in einem äußerst heiklen Umfeld nach dem Energiepreisschock wegen des Irankriegs“, sagt Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes. Es sei deshalb richtig, sich mindestens bis zur nächsten Sitzung des EZB-Rats Zeit zu lassen für die sorgfältige Analyse weiterer Preis- und Wirtschaftsdaten.

Mitte Juni liegen den Notenbankern dann aktuelle Inflationsprognosen vor. „Jetzt ist es Aufgabe der EZB, die Inflationserwartungen von Unternehmen und privaten Hauhalten nahe der Marke von zwei Prozent zu halten und wieder Ruhe in den Markt zu bringen“, betont Herkenhoff. „Die steigenden Inflationserwartungen haben zu höheren Zinsen am Kapitalmarkt geführt. Das bremst die Konjunktur, etwa über eine teurere Baufinanzierung.“

Seine Schlussfolgerung: „Für die EZB werden die kommenden Monate ein Balanceakt. Sie sollte moderat die Zinsen erhöhen und zugleich klar machen, dass sie damit die angeschlagene Konjunktur keinesfalls abwürgen will. Dies kann über sinkende Inflationserwartungen und einen Rückgang der Kapitalmarktzinsen gelingen.“

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