Nachhaltigkeit

Dossier

Nachhaltigkeit

Damit nachhaltige Finanzierung gelingt: Eine praxistaugliche Sustainable-Finance-Regulierung gestalten.

Wirtschaftliche Risiken und Kosten durch den Klimawandel steigen massiv. Vor diesem Hintergrund verfolgt Europa das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden. Auch geopolitische Entwicklungen erhöhen den Druck, fossile Abhängigkeiten zu reduzieren. Die Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft erfordert erhebliche Investitionen, bei deren Finanzierung Banken eine zentrale Rolle spielen. Der Bankenverband setzt sich deshalb für eine praxisgerechte und verhältnismäßige Sustainable-Finance-Regulierung auf europäischer und nationaler Ebene ein, die nachhaltige Investitionen erleichtert und die Transformation der Wirtschaft wirksam unterstützt.

Das Wichtigste in Kürze

Das Wichtigste in Kürze

  • Transformation und Klimaschutz sind kein Selbstzweck
  • ESG-Regulierung soll Kapital lenken, Risikomanagement und Transparenz verbessern
  • Investitionen in die Transformation brauchen privates Kapital
  • Banken ermöglichen Transformation: Denn sie begleiten Unternehmen in ihrer nachhaltigen Ausrichtung
  • Eine wirksame Regulierung muss auch praxistauglich sein
Wo stehen wir?

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Wo stehen wir?

Die Rolle der Banken bei der Transformation

Komplexe ESG-Regulierung

Ein umfassender regulatorischer Rahmen ist etabliert, der Transparenz schafft, Nachhaltigkeitsrisiken verankert und Kapital lenkt. Bei gleichzeitig sehr hohem Investitionsbedarf kommt dem Finanzsektor eine zentrale Rolle zu. Die Umsetzung ist jedoch herausfordernd: Unsicherheiten, hohe Kosten und komplexe Regulierung bremsen Investitionen.

Chancen der Transformation nutzen

Klimaneutralität ist kein Kostenfaktor. Im Gegenteil: Sie ist die Voraussetzung für künftige Wettbewerbsfähigkeit. Ziel ist eine klimaneutrale, ressourcenschonende und wettbewerbsfähige Wirtschaft, in der Transformation Wachstum, Innovation und Resilienz stärkt. Unternehmen können durch frühzeitige Anpassung ihrer Geschäftsmodelle Kostenrisiken reduzieren und ihre Marktposition sichern, während Fehlallokationen vermieden werden.

Finanzsektor unterstützt Transformation

Der Finanzsektor unterstützt die Transformation aktiv, insbesondere durch die Finanzierung des Wandels bestehender Geschäftsmodelle. Gleichzeitig muss die ESG‑Regulierung vereinfacht und praxisnäher ausgestaltet werden, ohne ihre grundlegenden Instrumente in Frage zu stellen.

Stabiler politischer Rahmen erforderlich

Erforderlich sind verlässliche Rahmenbedingungen mit stabilen Klimazielen und CO₂‑Preissignalen, ein Hin und Her führt nur zu kostspieligen Unsicherheiten. Zudem ist eine klare politische Kommunikation notwendig, die Transformation als wirtschaftliche Chance beschreibt. Zugleich müssen Investitionen vorangetrieben werden, indem stärker privates Kapital mobilisiert und öffentliche Mittel gezielt genutzt werden.

Regulierung praxisnah ausgestalten, Datenlage verbessern

Darüber hinaus braucht es bessere Standortbedingungen durch weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und wettbewerbsfähige Energiepreise. Die ESG‑Regulierung muss einfacher und konsistenter werden. Verlässliche ESG‑Daten müssen besser verfügbar sein, um die Transformation finanzieren und steuern zu können.

Dafür setzt sich der Bankenverband ein

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Dafür setzt sich der Bankenverband ein

Ziel ist eine klimaneutrale und gleichzeitig wettbewerbsfähige Wirtschaft. Transformation und wirtschaftlicher Erfolg gehören zusammen: Investitionen in klimafreundliche und nachhaltige Technologien stärken Innovation, Resilienz und langfristiges Wachstum.

Zielbild

Mit Transformation die Wirtschaft stärken

Unternehmen in der Transformation begleiten

Smarte Regulierung

Maßnahmen

Verlässliche Klimaziele und wirksame CO₂-Preissignale sicherstellen

Positives Transformationsnarrativ etablieren

ESG-Regulierung praxistauglich und verhältnismäßig gestalten

Datenverfügbarkeit verbessern

FAQ

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FAQ

Sustainable Finance bedeutet, Nachhaltigkeitsaspekte in Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen einzubeziehen. Dabei werden neben wirtschaftlichen auch Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) berücksichtigt. Ziel ist es, Kapital in nachhaltige und zukunftsfähige Investitionen zu lenken und gleichzeitig Risiken, etwa durch den Klimawandel, frühzeitig zu erkennen und zu steuern.

Banken finanzieren die nachhaltige Transformation der Wirtschaft. Sie stellen Unternehmen Kapital für Investitionen in klimafreundliche Technologien und den Umbau bestehender Geschäftsmodelle bereit. Gleichzeitig beraten sie ihre Kunden, berücksichtigen Nachhaltigkeitsrisiken im Risikomanagement und tragen dazu bei, privates Kapital gezielt für die Transformation zu mobilisieren.

Transition Finance bezeichnet die Finanzierung des Wandels bestehender Unternehmen hin zu nachhaltigeren Geschäftsmodellen. Im Mittelpunkt stehen nicht nur bereits nachhaltige Aktivitäten, sondern vor allem Investitionen, die Emissionen senken und Unternehmen auf ihrem Weg zur Klimaneutralität unterstützen. Gerade für energieintensive Branchen ist Transition Finance ein wichtiger Baustein der Transformation.

Nachhaltige Finanzierung braucht verlässliche politische Rahmenbedingungen. Dazu gehören stabile Klimaziele, planbare CO₂-Preissignale und wettbewerbsfähige Standortbedingungen. Gleichzeitig muss mehr privates Kapital für Investitionen mobilisiert werden. Banken können die Transformation finanzieren, benötigen dafür aber eine praxistaugliche Regulierung und verlässliche ESG-Daten.

Die Sustainable-Finance-Regulierung schafft Transparenz und stärkt den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken. Gleichzeitig führen komplexe und sich häufig ändernde Vorgaben zu hohem bürokratischem Aufwand und erschweren Investitionen. Deshalb sollte die Regulierung einfacher, konsistenter und praxisnäher ausgestaltet werden, ohne ihre grundlegenden Ziele oder Instrumente infrage zu stellen. Die EU hat dazu verschiedene Initiativen auf den Weg gebracht.

Banken benötigen verlässliche und vergleichbare ESG-Daten, um Nachhaltigkeitsrisiken zu bewerten, regulatorische Vorgaben zu erfüllen und Unternehmen bei ihrer Transformation zu begleiten. Besonders wichtig sind standardisierte Informationen zu Unternehmen und Gebäuden. Eine bessere Datenverfügbarkeit erleichtert nachhaltige Finanzierungen und reduziert den Aufwand für Banken und Unternehmen.

Die EU-Taxonomie ist ein Klassifizierungssystem der Europäischen Union. Sie legt fest, welche wirtschaftlichen Aktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten. Ziel ist es, Investoren und Unternehmen mehr Transparenz zu bieten, Kapital in nachhaltige Investitionen zu lenken und sogenanntes Greenwashing zu erschweren. Die EU-Taxonomie ist ein zentraler Baustein der europäischen Sustainable-Finance-Regulierung.

Der Bankenverband setzt sich für eine Sustainable-Finance-Regulierung ein, die wirksam und zugleich praxistauglich ist. Die bestehenden Instrumente sollten erhalten bleiben, Vorgaben jedoch einfacher, konsistenter und verhältnismäßiger ausgestaltet werden. Zudem braucht es verlässliche ESG-Daten, stabile politische Rahmenbedingungen und die Mobilisierung privaten Kapitals, damit Banken Unternehmen bei der nachhaltigen Transformation wirksam unterstützen können. 

Kurzpapier
Kurzpapier: Sustainable Finance

Kurzpapier: Sustainable Finance

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Presseinformation

Mit Transformation die Wirtschaft stärken

Bankenverband mit neuem Positionspapier

In seinem Positionspapier „Mit Transformation die Wirtschaft stärken“ zeigt der Bankenverband, wie ökonomische Stärke, Klimaschutz und Resilienz zusammenwirken können.

Torsten Jäger

Torsten Jäger

Leiter Sustainable Finance

+49 (30) 1663 2160
Profilbild Claudia Kister

Claudia Kister

Sustainable Finance

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