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Gold, Öl & Co. im Depot: So investieren Verbraucher in Rohstoffe

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Andreas Framke

Ob Goldbarren oder -münzen wie der berühmte Krügerrand, die stetig steigende Nachfrage nach Kupfer oder die zentrale Rolle der sogenannten seltenen Erden in der IT: Rohstoffe stehen bei Anlegern derzeit hoch im Kurs und schaffen es öfter als früher in die Nachrichten. Viele Verbraucher fragen sich deshalb, ob Rohstoffe eine sinnvolle Ergänzung für ihr Vermögen sein können. Die Antwort lautet: Ja, aber mit Maß und einer guten Streuung.

Warum Rohstoffe interessant sind

Rohstoffe sind die Grundlage der Weltwirtschaft. Öl treibt den Verkehr an, Kupfer wird für Stromnetze benötigt, Lithium für Batterien und Weizen für die Ernährung. Für Anleger haben Rohstoffe einen besonderen Vorteil: Sie entwickeln sich oft anders als Aktien oder Anleihen. Dadurch können sie helfen, das Depot breiter aufzustellen und Risiken zu verteilen. Vor allem Gold gilt in unsicheren Zeiten vielen Investoren als „sicherer Hafen“.

Grundsätzlich lassen sich vier wichtige Gruppen unterscheiden: Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin, Industriemetalle wie Kupfer, Aluminium oder Nickel, Energierohstoffe wie Öl und Erdgas und Agrarrohstoffe wie Weizen, Kaffee oder Kakao.

Nicht alles auf eine Karte setzen

Ein häufiger Fehler vieler Anleger ist die Konzentration auf einen einzigen Rohstoff, etwa Gold oder Öl. Das kann riskant sein, weil die Preise oft stark schwanken. Es empfiehlt sich deshalb eine breite Streuung. Rohstoffe sollten in der Regel nur einen kleinen Teil des Vermögens ausmachen – fünf bis zehn Prozent des Depotwerts können als Orientierung gelten.

Die meisten Privatanleger fahren mit breit gestreuten Rohstofffonds besser als mit einzelnen Rohstoffen. Solche Produkte bündeln verschiedene Rohstoffe in einer Anlage. Der Vorteil: Verluste in einem Bereich können durch eine bessere Entwicklung anderer Rohstoffe teilweise ausgeglichen werden.

Aktien von Bergbau- oder Ölunternehmen sind keine direkten Rohstoffanlagen. Ihr Kurs hängt nicht nur vom Rohstoffpreis ab, sondern auch vom Unternehmen selbst. Managementfehler, politische Risiken oder steigende Kosten können sich ebenfalls auf den Aktienkurs auswirken. Deshalb schwanken Rohstoffaktien oft stärker als der zugrunde liegende Rohstoff.

Rohstoffe bieten wie alle Anlageformen Chancen, sind aber auch mit Risiken verbunden: starke Preisschwankungen, Währungsrisiken, Unsicherheit im Zuge politischer Konflikte und Handelsbeschränkungen, sowie spekulative Übertreibungen an den Märkten. Deshalb eignen sich Rohstoffe eher als langfristige Beimischung im Depot und weniger für kurzfristige Spekulationen.

So investieren Verbraucher vernünftig

Wer sich Rohstoffe ins Depot legen möchte, sollte deshalb einige Grundregeln beachten: Langfristig investieren, auf mehrere Rohstoffe setzen, nur einen begrenzten Depotanteil investieren und komplizierte Hebelprodukte meiden.

Der Ausbau erneuerbarer Energien, Elektromobilität, Digitalisierung und Stromnetze dürfte die Nachfrage nach Industriemetallen wie Kupfer, Nickel oder Lithium langfristig erhöhen. Welche Rohstoffe künftig die größten Gewinner sein werden, lässt sich jedoch nicht sicher vorhersagen. Umso wichtiger bleibt die breite Streuung.

Unterm Strich:

Rohstoffe können das Depot sinnvoll ergänzen und für mehr Diversifikation sorgen. Besonders Gold hat sich für viele Anleger als Stabilitätsanker etabliert. Für die meisten Verbraucher sind jedoch breit gestreute Rohstofffonds die bessere Wahl als Wetten auf einzelne Rohstoffe.

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