Bankenpräsident Sewing: Wettbewerbsfähigkeit von Europas Banken stärken
Schnelle Verbesserungen für Institute sind nötig, um Europa stark zu machen
Der Bundesverband deutscher Banken begrüßt den heute veröffentlichten Report der Europäischen Kommission zur Stärkung des Bankensektors. Der Ansatz der Kommission ist umfassend und adressiert viele wichtige Bereiche, die auf eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche einzahlen. Jetzt kommt es darauf an, die richtigen Prioritäten zu setzen und konkrete Verbesserungen zügig voranzutreiben.
Christian Sewing, Präsident des Bankenverbandes: „Wir begrüßen das Bekenntnis der Europäischen Kommission zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Banken. Der Report zeigt, dass viele Themen angegangen werden müssen. Diese Komplexität darf uns aber nicht ausbremsen: Jetzt kommt es darauf an, klare Prioritäten zu setzen, damit schnell konkrete Verbesserungen erreicht werden.
Es geht darum, dass die Banken die europäische Wirtschaft besser darin unterstützen können, strategische Herausforderungen zu meistern und Investitionen in Technologie, Verteidigung und Infrastruktur zu ermöglichen. Dafür braucht es einen konsequenten Fokus auf Maßnahmen, die sich durch- und umsetzen lassen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Institute darf nicht aus dem Blick geraten.
Das Tempo ist entscheidend: In einem ersten Schritt müssen Anpassungen beim Output Floor, Erleichterungen für die Handelsfinanzierung und bei Softwareinvestitionen zeitnah angegangen werden. Zweitens sollten die makroprudenziellen Puffer überprüft und unbedingt vereinfacht werden. Gerade bei kapitalrelevanten und aufsichtsrechtlichen Themen braucht es schnelle Fortschritte.
Positiv ist, dass die Europäische Kommission den bisherigen Vorschlag zur europäischen Einlagensicherung (EDIS) aus dem Jahr 2015 zurückzieht. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, eine langjährige Blockade aufzulösen und das Thema neu zu denken.
Die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Banken muss ins Zentrum der kommenden Legislativvorschläge gestellt werden. Sie darf nicht von weiteren Themenkomplexen abhängig gemacht werden, weil dies die Umsetzung bremsen würde. Europa braucht starke Banken, um Wachstum, Innovation und Transformation zu finanzieren. Das geht nur mit Reformen, die jetzt konsequent angegangen werden müssen und nicht weiter aufgeschoben werden dürfen.“
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