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Finanzcheck 2025: Was Sie bis zum Jahresende noch erledigen sollten

Vivien Rottka
Vivien Rottka

Wer kennt es nicht? Die Tage werden kürzer und die Liste der Vorbereitungen für Weihnachten und den Jahreswechsel länger. Dennoch sollten Sie sich auf den letzten Metern des Jahres die Zeit nehmen, um einen Blick auf Ihre Finanzen zu werfen.

Manche Versäumnisse lassen sich vor dem Stichtag 31.12. womöglich noch ausbügeln, Steuervorteile sichern und Verträge optimieren.

Danach können Sie mit einem guten Gefühl ins neue Jahr starten!

So sieht Ihr Finanzcheck in fünf Schritten aus:

1. Freistellungsaufträge prüfen und anpassen

Beginnen Sie mit Ihren Freistellungsaufträgen: Diese bestimmen, in welcher Höhe Kapitalerträge bei Banken von der Abgeltungsteuer freigestellt werden. Gerade wenn Sie mehrere Konten oder Depots bei unterschiedlichen Banken haben, lohnt sich ein Check.

Ist der Sparer-Pauschbetrag richtig aufgeteilt? Falls nicht, können unnötige Steuerabzüge anfallen.

2. Verluste und Gewinne verrechnen

Wenn Sie Geld in Aktien, Fonds oder ETFs bei verschiedenen Banken angelegt haben, sollten Sie prüfen, ob sich Verluste mit Gewinnen verrechnen lassen. Damit können Sie die Steuerlast optimieren und finanzielle Potenziale besser nutzen. Innerhalb eines Depots bei einer Bank erfolgt das ohne Ihr Zutun automatisch.

Um Verluste bei einer Bank mit Gewinnen bei einer anderen auszugleichen, benötigen Sie jedoch eine sogenannte Verlustbescheinigung. Achtung: Diese muss in der Regel bis Mitte Dezember beantragt werden.

3. Förderung, Rücklagen und Sondertilgungen nutzen

Ein weiterer Blick sollte der Altersvorsorge und dem Vermögensaufbau gelten. Wenn Sie etwa einen Riester-Vertrag nutzen, lohnt sich eine Überprüfung der Einzahlungen: Nur wer genügend einzahlt, erhält die volle staatliche Zulage. Auch andere geförderte Sparformen wie „Wohn-Riester“ oder vermögenswirksame Leistungen lassen sich oft optimieren, wenn ggf. noch fehlende Beiträge rechtzeitig nachgezahlt werden.

Gleichzeitig ist es sinnvoll, Ihre finanziellen Rücklagen auf den Prüfstand zu stellen. Ein solider Notgroschen hilft, unerwartete Ausgaben abzufedern. Liegt Ihr entsprechendes Guthaben noch auf einem kaum verzinsten Girokonto, kann sich ein Wechsel zu einem Tagesgeldkonto lohnen.

Sofern Sie eine laufende Immobilienfinanzierung bedienen, sollten Sie außerdem prüfen, ob eine Sondertilgung möglich ist. Viele Kreditverträge sehen jährliche Sondertilgungen ohne Zusatzkosten vor. Wer diese nutzt, reduziert langfristig seine Zinslast und ist schneller schuldenfrei.

4. Verträge, Versicherungen und Wechselmöglichkeiten überdenken

Auch Ihre Verträge verdienen jetzt Ihre Aufmerksamkeit. Ob Haftpflicht, Hausrat- oder Kfz-Versicherung – viele Policen lassen sich nur zu bestimmten Stichtagen kündigen oder anpassen.

Vor allem bei Kfz-Versicherungen endet die Wechselmöglichkeit oft schon zum 30. November. Wer rechtzeitig vergleicht und neu abschließt, kann unter Umständen viel Geld sparen.

5. Spenden planen und steuerlich geltend machen

Zum Schluss lohnt noch ein Blick auf mögliche Spenden: Möchten Sie gemeinnützige Organisationen unterstützen und damit gleichzeitig Steuern sparen?

Dann sollten die entsprechenden Beträge bis zum Jahresende überwiesen sein, damit sie noch in der Steuererklärung für 2025 berücksichtigt werden können.

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