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Geldanlage mit Sonderzahlungen

Nutzen Sie Bonus, Weihnachtsgeld und Co. für den Vermögensaufbau

Juliane Weiß
Juliane Weiß

Bonuszahlungen oder Weihnachtsgeld sind gute Gelegenheiten, die eigenen Finanzen voranzubringen. Statt eine solche Sonderzahlung einfach im Alltag auszugeben, können Sie damit Ihre Schulden reduzieren oder langfristig Vermögen aufbauen. Welche Option die richtige ist, hängt vor allem davon ab, wie Ihre finanzielle Situation heute aussieht und wann Sie das Geld wieder benötigen. 

Schuldenabbau vor Vermögensaufbau

Bevor Sie investieren, sollten Sie bestehende Verbindlichkeiten prüfen. Denn während sich die Rendite einer Geldanlage nicht sicher vorhersagen lässt, steht bei einem Kredit fest, welche Zinsen Sie zahlen müssen. Eine zusätzliche Tilgung kann daher sinnvoller sein, als das Geld parallel anzulegen. Prüfen Sie vorher, ob Ihr Kreditvertrag eine Sondertilgung erlaubt und welche Konditionen dafür gelten. Haben Sie ausreichend Rücklagen für Notfälle angespart, können Sie sich dem Vermögensaufbau widmen.

Bei länger laufenden Krediten, etwa einer Baufinanzierung, ist die Abwägung jedoch komplexer. Ob zusätzliches Geld für eine Sondertilgung oder für eine Geldanlage eingesetzt werden sollte, hängt unter anderem vom Kreditzins, den möglichen Renditechancen und Risiken einer Anlage sowie der persönlichen Risikobereitschaft ab. Eine solche Abwägung setzt ein gutes Verständnis der jeweiligen Chancen und Risiken voraus.

Extra-Geld langfristig investieren

Wenn Sie das Geld in den kommenden Jahren voraussichtlich nicht benötigen, kann eine Anlage am Kapitalmarkt infrage kommen. Eine Möglichkeit sind breit gestreute Aktienfonds oder ETFs. Dabei gilt: Höhere Renditechancen gehen mit Risiken einher. Kurse können schwanken und auch über längere Zeit unter dem ursprünglichen Kaufpreis liegen. Deshalb sollten Anlagehorizont und Risiko immer zusammenpassen. Bei einer größeren Sonderzahlung stellt sich außerdem die Frage, ob Sie alles auf einmal investieren wollen oder lieber nach und nach.

Sparplan statt Einmalanlage

Wer einmalig investiert, kann kurz darauf fallende Kurse erleben. Mit einem Sparplan verteilen Sie Ihre Investitionen dagegen auf unterschiedliche Zeitpunkte.

Bei niedrigeren Kursen erhalten Sie für den gleichen Betrag mehr Fondsanteile, bei höheren Kursen weniger. Dadurch ergeben sich mit der Zeit unterschiedliche Kaufpreise. Dieser sogenannte Cost-Average-Effekt kann dabei helfen, sich von der Suche nach dem vermeintlich perfekten Einstiegszeit-punkt zu lösen. Rendite ist dadurch allerdings nicht garantiert.

Vermögenswirksame Leistungen: Geld vom Arbeitgeber

Übrigens: Auch vermögenswirksame Leistungen, kurz VL, können zum Vermögensaufbau beitragen. Dabei unterstützt der Arbeitgeber das Sparen in einem dafür vorgesehenen Vertrag. Ob und wie viel Ihr Arbeitgeber zahlt, richtet sich nach den geltenden arbeits- oder tarifvertraglichen Regelungen. Abhängig von den persönlichen Voraussetzungen kann außerdem eine staatliche Förderung hinzukommen. Ein Blick in den Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder auf die Gehaltsabrechnung lohnt sich deshalb. 

Sonderzahlungen für die Altersvorsorge einsetzen

Steht Ihre finanzielle Basis, kommt auch die Altersvorsorge als Ziel infrage. Dabei sollten Sie nicht allein auf mögliche Förderungen oder Steuervorteile schauen. Die Kosten, Renditechancen, Risiken und die Verfügbarkeit des Geldes gehören ebenfalls in die Waagschale.

Neue Möglichkeiten eröffnet das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot ab 2027. Wenn Sie zusätzliches Geld langfristig fürs Alter investieren möchten, sollten Sie deshalb auch die Voraussetzungen zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge im Blick behalten und die Angebote der Banken und an-derer Anbieter vergleichen. 

Machen Sie einen Finanzcheck, sobald Sie Sonderzahlungen erhalten: Wie können sie passend zur aktuellen Lebenssituation gewinnbringend eingesetzt werden? So verschwinden die Sonderzahlungen auf Ihrem Konto nicht einfach im Alltag, sondern helfen Ihnen, Ihre finanziellen Ziele Schritt für Schritt zu erreichen. Behalten Sie das folgende Extra-Geld dafür im Blick:

  • Weihnachtsgeld,
  • Urlaubsgeld,
  • Bonus- und Prämienzahlungen,
  • Erfolgsbeteiligungen,
  • vermögenswirksame Leistungen,
  • Steuererstattungen,
  • ausgezahlte Überstunden,
  • Geldgeschenke,
  • Erbschaften.
Juliane Weiß

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Juliane Weiß

Pressesprecherin

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