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So schützen Sie sich vor Betrug bei Tagesgeld und Festgeld

Tanja Beller
Tanja Beller

Wer nach attraktiven Angeboten für Tagesgeld- und Festgeldanlagen sucht, sollte besonders wachsam sein. Betrüger werben mit vermeintlich attraktiven Zinsen und täuschend echt gestalteten Internetseiten. Wir erklären, wie Sie unseriöse Angebote erkennen und sich vor Betrug schützen können.

Viele starten ihre Suche auf Suchmaschinen oder Vergleichsportalen. Dabei können Werbeanzeigen oder Internetseiten seriöser Banken täuschend echt nachgeahmt werden. Gelangen persönliche Daten in die Hände von Kriminellen, nehmen diese häufig telefonisch oder über Messenger-Dienste Kontakt auf und versuchen, Druck auszuüben. Sie wollen Anleger dazu bringen, persönliche Daten preiszugeben oder Geld auf Konten der Betrüger zu überweisen.

Außergewöhnlich hohe Zinsen können ein Warnsignal für Betrug sein. Statt einer besonders hohen Rendite droht dann Totalverlust. Doch auch Angebote mit marktüblichen Zinsen können betrügerisch sein. Verlassen Sie sich daher nicht allein auf die Zinshöhe, achten Sie auch auf andere Hinweise.

Tipps zum Schutz

  • Prüfen Sie Internetseiten genau. Rufen Sie die Internetseite der Bank direkt auf und nutzen Sie keine Links aus Werbeanzeigen oder E-Mails. Kontrollieren Sie Impressum, Kontaktdaten und Internetadresse genau. Schon kleine Abweichungen in der Schreibweise können auf eine Fälschung hinweisen.
     
  • Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) informiert über Finanzbetrug und veröffentlicht Warnungen zu unerlaubten Geschäften, Identitätsdiebstählen und betrügerischen Angeboten. Die Stiftung Warentest informiert ebenfalls über unseriöse Zinsangebote in ihrer „Warnliste Geldanlage“.
     
  • Betrüger arbeiten oft mit Druck und drängen häufig zu einer schnellen Entscheidung oder nehmen wiederholt telefonisch Kontakt auf. Prüfen Sie Angebote in Ruhe. Seien Sie besonders vorsichtig bei unerwarteten Anrufen. Legen Sie im Zweifel auf. Kontaktieren Sie die Bank über die offiziellen Kontaktwege selbst.
     
  • Seien Sie misstrauisch, wenn die Kommunikation ausschließlich über Messenger-Dienste erfolgt oder E-Mails von allgemeinen Adressen stammen und nicht von der offiziellen Internetdomain der Bank. Seriöse Banken fragen außerdem niemals telefonisch nach PIN, TAN oder anderen Zugangsdaten zum Online-Banking.
     
  • Ein Konto wird nur nach persönlicher Identifikation eröffnet. In Deutschland erfolgt diese entweder in der Filiale, per Online-Ausweisfunktion oder über Postident- bzw. Videoident-Verfahren. Lediglich Fotos des Ausweises oder gar Selfies reichen nicht aus.
     
  • Nach einer angeblichen Kontoeröffnung sollen Sie Geld auf ein Festgeldkonto überweisen. Haben Sie dieses Konto nicht selbst und ordnungsgemäß eröffnet, überweisen Sie kein Geld. Ihnen wird vorgetäuscht, das Konto mit der genannten IBAN sei ein Festgeldkonto auf Ihren Namen. Tatsächlich gehört es den Kriminellen.
     
  • Häufig handelt es sich um angebliche Konten bei ausländischen Banken. Das erkennen Sie bei einer IBAN an dem Ländercode (in Deutschland „DE“). Betrüger nutzen teilweise Konten im Ausland, weil grenzüberschreitende Ermittlungen häufig schwieriger sind.
Tanja Beller

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Tanja Beller

Pressesprecherin

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