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Vorsicht: Betrüger manipulieren Suchergebnisse

Anh Hai Dang
Anh Hai Dang
Mann vor Laptop

Cyberkriminelle manipulieren Suchergebnisse, um Internetnutzerinnen und -nutzer zu täuschen. Diese Methode wird als SEO-Poisoning (Search Engine Optimization Poisoning) bezeichnet und zählt zu den wachsenden Bedrohungen im Internet. Dabei missbrauchen Angreifer Techniken der Suchmaschinenoptimierung, um schädliche oder gefälschte Webseiten möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu platzieren.

Da viele den ersten Treffern einer Suchmaschine vertrauen, wirken diese Seiten glaubwürdig und werden oft angeklickt. Genau dieses Vertrauen nutzen Kriminelle aus, um auf manipulierte Webseiten zu locken. Dort lesen sie zum Beispiel Zugangsdaten gestohlen aus oder verbreiten Schadsoftware.

Wenn Sie auf solche Links klicken, riskieren Sie, dass Betrüger

  • sensible Zugangsdaten auslesen
  • Schadsoftware unbemerkt installieren
  • finanzielle Schäden verursachen. 

Besonders bei sensiblen Dienstleistungen wie Online-Banking oder Bezahlverfahren kann diese Methode sehr gefährlich sein.

Was sind die Methoden der Betrüger?

Cyberkriminelle nutzen verschiedene Strategien, um ihre Webseiten möglichst glaubwürdig erscheinen zu lassen und hohe Platzierungen in den Suchergebnissen zu erreichen. Sie optimieren ihre Seiten gezielt für Suchbegriffe, die häufig eingegeben werden, und passen Inhalte so an, dass sie von Suchmaschinen als relevant eingestuft werden.

Gefälschte Webseiten täuschen Identitäten vor

Eine häufige Methode sind gefälschte Login-Seiten, die nahezu identisch wie die Webseiten bekannter Banken oder Finanzdienstleister aussehen. Dazu registrieren Betrüger Internetadressen (Domains), die den echten Adressen sehr ähnlich sind, aber kleine Abweichungen oder Tippfehler enthalten.

Beispielsweise könnte statt: 

  • bankenverband.de

eine manipulierte Domain wie: 

  • bankemverband.de

gezeigt werden.

Beim flüchtigen Lesen bemerken viele solch kleine Unterschiede nicht und geben ihre Zugangsdaten auf der gefälschten Seite ein.

Gezielte Keywords führen auf Phishing-Seiten

Kriminelle optimieren ihre Fake-Webseiten für häufig eingegebene Suchbegriffe. Dazu gehören beispielsweise:

  • „Bank Login“
  • der Name einer Bank
  • Online-Banking-Dienstleistungen

So erscheinen betrügerische Seiten weit oben in den Suchergebnissen und wirken vertrauenswürdig.

Attraktive Angebote locken 

Manche betrügerischen Webseiten werben mit vermeintlich attraktiven Angeboten, die angeblich nur über bestimmte Zahlungsmethoden abgewickelt werden können – häufig über Kryptowährungen oder schwer rückverfolgbare Zahlungswege.

Wenn Sie dort Zahlungsdaten oder Zugangsinformationen eingeben, riskieren Sie nicht nur einen finanziellen Verlust, sondern auch die Kontrolle über Ihr Konto oder Ihre Wallet zu verlieren, einschließlich der darüber ausgeführten Transaktionen.

Gefälschte Webseiten können auch Schadsoftware enthalten, etwa Viren oder Trojaner. Diese installieren sich automatisch oder unbemerkt, ausgelöst durch bestimmte Aktionen des Nutzers. Anschließend können persönliche Daten gestohlen, Geräte manipuliert oder finanzielle Schäden verursacht werden.

Tipps zum Schutz 

Um sich vor solchen Angriffen zu schützen, sollten Sie einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen beachten:

  • Achten Sie auf verdächtige Domains. Prüfen Sie Internetadressen sorgfältig auf Tippfehler oder ungewöhnliche Schreibweisen.
  • Installieren Sie keine unbekannten Anwendungen. Seien Sie misstrauisch, wenn eine Webseite zum Download oder zur Installation einer Anwendung auffordert.
  • Nehmen Sie Browserwarnungen ernst: Moderne Browser warnen häufig vor potenziell gefährlichen Webseiten. Ignorieren Sie diese Hinweise nicht.
  • Rufen Sie Webseiten direkt auf: Geben Sie die Adresse von Banken oder wichtigen Online Konten am besten selbst in die Browserzeile ein, statt über Suchergebnisse zu gehen.
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Banktechnologie und Sicherheit

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